KOMPOSTIEREN

VON IZABELLA NAGY

WIE KOMPOSTIERT MAN RICHTIG?

Das Thema Kompost ist ja heiß umstritten. Jeder hat eine Meinung, jeder Einzelne das

perfekte Rezept. Am Ende eines Textes ist man so schlau, wie zuvor. Denn häufig findet

man komplizierte Anleitungen mit genauen Schichten, an die man sich UNBEDINGT hal-

ten muss. Also wie kompostiert man richtig? Und gibt es überhaupt ein falsch?


Wie kompostiert man richtig: Was darf auf

den Kompost?


Beginnen wir also mit den Materialien, die überhaupt auf den Kompost dürfen. Grund-

sätzlich darf alles organische Material auf den Kompost. Organisch bedeutet, dass es

aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen besteht.


Bitte lade dir folgendes Bild ruhig herunter, speicher es und teile es. Das sind die Materi-

alien, die direkt auf den Kompost dürfen.



































Was darf nicht auf den Kompost?


Auf gar keinen Fall dürfen Abfälle, wie Plastik, Alu oder Glas auf den Kompost. Diese Materialien sind nicht kompostierbar. Eine Plastiktüte, zum Beispiel, braucht ganze 500 Jahre, bis sie in kleinste Teile zerfällt. Diese kleinen Teile verrotten jedoch auch nicht, sondern mischen sich nur mit der Erde.

Auch die grünen Biotüten zerfallen nur zu 90 Prozent. Das geschieht jedoch nur unter perfekten Kompostbedingungen. Wer von euch hat nicht schon mal ein Bild gesehen, das Kompostanlagen posten? Sie bitten uns ausdrücklich, dass wir diese Tüten NICHT in die Biotonne werfen.


Kompost umsetzen


Viele schreiben darüber, dass ihr den Kompost regelmäßig umsetzen sollt. Das bedeutet, dass ihr den Inhalt des Komposters einmal gut vermischt. Ich mache das ca. 2 Mal im Jahr: Einmal im Frühjahr, wenn sich das ganze Material über den Winter gesetzt hat. Das zweite Mal setze ich den Kompost im Hochsommer um.


Kompost umsetzen oder auch vermischen - ganz logische Gründe und Vorteile


  • Ihr merkt, ob der Kompost zu trocken oder zu feucht ist
  • Ihr erkennt, ob ihr bereits Komposterde entnehmen könnt
  • Ihr findet eventuell Materialien, die sich nicht zersetzen. Denn aus Versehen kann ja mal ein Kind ein Plastikspielzeug hinein werfen.


Wie könnt ihr kompostieren?


Der Klassiker ist es euch einen stabilen Komposter zu kaufen. Hier könnt ihr Schicht für Schicht Kompostmaterial einfüllen, regelmäßig umsetzen und im Anschluss reife Komposterde entnehmen.

Gerne könnt ihr auch einen eigenen Komposter bauen. Bei Bastelbau.de findet ihr eine einfache Anleitung, wie ihr aus Holz einen eigenen Komposter baut.


Zu welcher Jahreszeit kann man Kompost anlegen?


Es ist vollkommen egal, wann du einen Kompost anlegst. Ich persönlich bin absoluter Fan von Kompost und der Möglichkeit selber Komposterde herzustellen. Da bei uns täglich Küchenabfälle anfallen, hat sich diese Frage nach der Jahreszeit nie gestellt.

Natürlich verrottet das Material im Winter nicht so schnell. Das macht jedoch gar nichts. So sammeln sich schon mal eine gute Menge an Küchenabfällen an. Im Frühjahr darf dann der erste Hecken- und Baumschnitt mit in den Komposter. Jetzt rührt ihr einmal mit Hilfe einer Mistgabel ordentlich um.

Im Sommer füllt sich der Komposter mit getrocknetem Rasenschnitt, Heckenschnitt und verwelken Blumen und Gemüsepflanzen.

Im Herbst kann man ebenfalls einen Kompost anlegen. Denn nun sammelt sich so viel organisches Material, wie das ganze Jahr sonst nicht: Das komplette Herbstlaub ist kompostierbar und ihr dürft auch dünne Zweige mit zum restlichen organischen Material mischen.


Kompostieren für Anfänger: Wie lange dauert es, bis Komposterde entsteht?


In der Regel dauert es insgesamt 2 Jahre, bis im gefüllten Komposter reife Erde entsteht. In dieser Zeit solltet ihr natürlich keine weiteren Abfälle weiter einfüllen, sonst verzögert sich der Prozess wieder.


Kompostieren beschleunigen: Geht das nicht noch schneller?


Bereits in diesem Artikel habe ich über allgemeine, im Handel verfügbare Kompostbeschleunigergeschrieben.

Ich bin kein besonders großer Fan. Nebenbei sei erwähnt, dass ich auch nicht gerade großer Anhänger von Kompostern bin. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Ich habe dank einer Nachbarin den ultimativen Kompostbeschleuniger für mich entdeckt: Bokashi.


Wie kompostiert man schneller?


Seitdem benutze ich die Bokashi Eimer, um meine Küchenabfälle mit Hilfe von effektiven Mikroorganismen zu fermentieren. Unter Entzug von Sauerstoff vergären die organischen Materialien. Hier dauert es gerademal 2 Wochen, bis solch ein Eimer fertig ist. Den Inhalt vergrabe ich entweder 30 cm neben den Pflanzen. Oder ich lasse das Material an einer bestimmten Stelle kompostieren.

Gewöhnlich bedecke ich das Bokashi mit Stroh, Rasenschnitt oder Laub. Dann sieht das Ganze nicht so unappetitlich aus. Weil hübsch ist das sicherlich nicht.


Im Hochsommer ist das komplette Material nach spätestens 4 Wochen zu wunderbarer Erde verrottet. Diese Erde belasse ich entweder an Ort und Stelle oder nehme sie als Dünger für meine Pflanzen her.

Im Winter besiedeln ganz viele kleine Insekten das Inneredes Bokashis. Dort bietet es den Nützlingen warmen Unterschlupf. So habe ich im Herbst dieses Jahres gleich 6 Eimer voll in mein Hochbeet gekippt. Über den Winter darf das einfach so drin bleiben. Im Frühjahr kann ich nämlich sofort anfangen zu arbeiten, ohne die 2 Wochen lange Pause einhalten zu müssen.


Was darf in den Bokashi Eimer?


Auch hier gibt es ein Bild für dich zum Herunterladen, Speichern und Teilen.



































Wie kompostiert man richtig – Gibt es denn ein falsch?


Viele Seiten warnen einen davor falsch zu kompostieren. Wenn man nämlich einen Fehler begeht, entsteht Schimmel. Richtig, Schimmel ist unangenehm. Jedoch ist Schimmel der grundsätzliche, wichtige Pilz, der das organische Material darauf vorbereitet zu verrotten.


Probleme beim Kompostieren entstehen dadurch, dass das organische Material zu einseitig ist.


Dieses „falsch“ lässt sich sehr einfach wieder korrigieren. Denn Schimmel kommt davon, dass der Kompost zu trocken ist. Gieß ihn einfach oder wirf den Inhalt eines fertigen Bokashi Eimers hinein. Nach 2 Wochen sollte das Problem behoben sein.



Hier geht es zum Originalbeitrag von Izabella Nagy

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